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Stadtschloss Berlin Initiative
Wir bauen das Schloss

Wir bauen das Schloss.

Kunst statt Rasen – (26.7.2006)

Gabriela Walde, Berliner Morgenpost

Nach dem Palast-Abriß könnte auf dem Schloßplatz eine Kunsthalle auf Zeit entstehen.
Berlin mit all seinen Nischen, Ecken und Kanten ist immer gut für Überraschungen - das macht den Reiz dieser Stadt im Wesentlichen aus. So begab es sich Ende 2005, daß der zum Abriß bestimmte Palast der Republik noch einmal eine unerwartete Renaissance erfuhr - durch die Kunst. Berliner Künstler hatten den Volkspalast in einen imposanten "White Cube" verwandelt, der junge, innovative Kunst präsentierte. Die Kunstszene jubelte, die Künstler waren sich einig darüber, daß die Stadt genau so einen zentralen Kunstort im Herzen der Stadt brauche.

Heute befindet sich der Palast im selektiven Rückbau, wie es heißt. Was folgt, ist ein schwarzes Loch. Bis das rekonstruierte Hohenzollernschloß steht, werden wohl noch etliche Jahre vergehen. Aber was wird derweil aus dem Herzstück der Berliner Republik? Bislang war für die Zeit nach dem Palast-Abriß eine Grünfläche mit einer Humboldt-Box als Zwischenlösung geplant.

Wenig innovativ, wenig zukunftsträchtig, finden einige Kulturpolitiker und Museumsleute. Sie zerbrachen sich den Kopf darüber, wie es mit der Brache in der Mitte der City nun weitergehen könnte - dies auf Initiative der Kunstzeitschrift "Monopol", die dieses Projekt befördert. Dazu gehören: die BB-Intendantin Dagmar Reim, der frühere Berliner Kultursenator Ulrich Roloff-Momin, die ehemalige Kulturstaatsministerin Christina Weiss und der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen zu Dresden, Martin Roth, der sogleich ein "Experimentierfeld" Schloßplatz ausruft. Kunst statt "Bundesrasenschau" ("Monopol"). Die Beteiligten fordern als Zwischenlösung eine aus Spenden und durch Sponsoren finanzierte temporäre "Kunsthalle der Moderne", die eine Lücke in der Berliner Museumslandschaft schließen soll.

Weiterführender Link: http://www.morgenpost.de/content/2006/07/26/feuilleton/843525.html