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Börsen-Zeitung: Reits nehmen Gestalt an – (13.8.2006)

Börsen-Zeitung

Deutschland ist mit einem Volumen von 3 Bill.
Euro der größte Immobilienmarkt Europas. Dennoch bringen die hiesigen
Immobilien-AGs nur wenige Milliarden Euro auf die Waage. Der Grund:
Es fehlt ein international gängiges, transparentes - und nur auf
Aktionärsebene besteuertes - Kapitalanlageinstrument wie der in
anderen Ländern weit verbreitete Real Estate Investment Trust (Reit).
Die Abwanderung von in Deutschland aktiven Investoren, die ihre
Immobilien zum Handel an anderen Börsenplätzen wie Paris und London
notieren, setzt sich deshalb fort.

Diesen Aderlass des Finanzplatzes will die Bundesregierung
stoppen. Im September soll das Kabinett ein Reit-Gesetz
verabschieden. Ein erster Rohentwurf, der Hoffnung auf tatsächlichen
Vollzug weckt, kursiert in der Branche.

Der Vorstoß geht in die richtige Richtung. Denn nach dreijähriger
Diskussion über Reits zeichnen sich Lösungen für die zwei
Hauptprobleme ab. Neben den sozialpolitischen Bedenken von Teilen der
SPD-Fraktion bezüglich Wohnungsmieten und -preisen ist dies vor allem
die Sicherstellung einer angemessenen Besteuerung ausländischer
Reit-Aktionäre. Der Fiskus scheint sich bei der Ausländerbesteuerung
nun endlich für eine einfache Lösung unter den insgesamt fünf
möglichen Varianten entschieden zu haben. Man folgt dabei dem Vorbild
in Großbritannien, wo Reits Anfang 2007 eingeführt werden. Die Lösung
lautet: Kein Aktionär darf direkt 10% oder mehr Anteile am Reit
halten.

Trotz Widerstands von Teilen der SPD plant Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) einen Gesetzesentwurf zur Einführung von Real Estate Investment Trusts (REITs) in Deutschland. Die FDP plädiert schon seit längerem dafür und hat einen entsprechenden Antrag in den Bundestag eingebracht. Am Donnerstag kamen auf Einladung des FDP-Bürgerfonds über 80 Experten aus Politik und Wirtschaft in das Berliner Thomas-Dehler-Haus, um über die Sinnhaftigkeit dieser Einführung zu diskutieren. Für den FDP-Finanzpolitiker Carl-Ludwig THIELE führt daran kein Weg mehr vorbei. Der SPD warf er vor, in dieser Frage ein "ideologische Debatte" zu führen.

REITs (Real Estate Investment Trusts) sind börsennotierte Immobilienunternehmen, die auf der Unternehmensebene nicht steuerpflichtig sind. Da sie den größten Teil ihrer Gewinne ausschütten, findet die Besteuerung bei den Anlegern statt. In Frankreich und den USA wurden sie bereits vor Jahren erfolgreich eingeführt.

Um die Einführung von REITSs in Deutschland wird seit Monaten gerungen. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat nun entschieden gegen den Widerstand von SPD-Abgeordneten einen Entwurf zu erarbeiten. Dieser wird erst nach der Sommerpause vorliegen. Eine Sprecherin des Ministeriums bekräftigte zugleich, dass es nach wie vor auf eine Zulassung von REITs in Deutschland zum 1. Januar 2007 hinarbeitet. An diesem Tag werden die steuertransparenten Immobilien-AGs aller Voraussicht nach auch in Großbritannien eingeführt.

Weiterführender Link: http://www.presseportal.de/story_rss.htx?nr=859768