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Stadtschloss Berlin Initiative
Wir bauen das Schloss

Wir bauen das Schloss.

Kandidatenwatch.de : aktuelle Aussagen der Kandidaten (Klaus Wowereit, Dr. Friedbert Pflüger, Dr. Martin Lindner, Peter Schwenkow, Dr. Peter Luther u.a.) zum Berliner Schloss – (3.9.2006)

Online Redaktion

Sehr geehrter Herr Waldmann,

ich denke, wir haben 2002 mit dem Konzept der "Kommission Historische Mitte" nach langen Diskussionen endlich eine Lösung zur Zukunft des Geländes gefunden. Hervorzuheben ist aus meiner Sicht, dass die Vorschläge eben nicht nur die Rekonstruktion des Schlosses vorsehen, sondern mit dem "Humboldt-Forum" ein umfassender Entwurf zur Gestaltung des historischen Zentrums Berlins erarbeitet wurde. Es um die Belebung eines ganzen - geschichtsträchtigen - Areals, um die Wiedergewinnung der städtebaulichen Mitte Berlins.

Allerdings können die Bauarbeiten, wie Sie sicherlich wissen, frühestens in 5 bis 6 Jahren beginnen, so dass nach dem Palastabriss eine Freifläche an diesem Ort entsteht. Der Berliner Senat hat einen Wettbewerb für eine temporäre Nutzung ausgelobt. Ende September werden wir die Sieger dieser Ausschreibung präsentieren.

Ich bin sicher, der Bund wird seiner Verantwortung bei der Finanzierung des Projekts gerecht werden. Das Thema ist von mir bereits beim ersten Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel angesprochen worden. Berlin hat ein hohes Interesse daran, dass der Bundestagsbeschluss zügig umgesetzt wird.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wowereit

Sehr geehrter Herr Waldmann,

ich freue mich über den Beschluss des Deutschen Bundestages, dass Berliner Stadtschloss wieder zu errichten! Im Wahlprogramm der Berliner CDU haben wir uns darauf verständigt, bis 2011 ein Finanzierungs- und Nutzungskonzept zu erarbeiten. In einer breit angelegten Debatte wollen wir möglichst viele Berlinerinnen und Berliner in diesen Prozess einbinden. Der Wiederaufbau des Stadtschlosses kommt einer Wiederherstellung der historischen Mitte Berlins gleich. Der Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden hat eindrucksvoll gezeigt, wozu bürgerschaftliches Engagement in der Lage ist, wenn (weltweit) Begeisterung für derart einmalige Projekte entfacht wird. Auch wenn die Mittel, die für eine Neu-Errichtung des Berliner Stadtschlosses nötig sein werden, wesentlich höher sind - für chancenlos halte ich eine vollständige Finanzierung aus privaten Mitteln nicht. Wohl aber für ein sehr ambitioniertes Ziel.

Mit besten Grüßen
Friedbert Pflüger

Sehr geehrter Herr Waldmann,

haben Sie herzlichen Dank für Ihre Frage.

Die Berliner FDP spricht sich für den Wiederaufbau des Schlosses aus. Für uns handelt sich hier um den in städtebaulicher und symbolischer Hinsicht bedeutendsten Bauplatz in der Hauptstadt. Er ist allein schon aus historischen Gründen ganz klar dem öffentlichen bzw. staatlichen Bereich zuzuordnen. Das Schlossprojekt ist aber auch in funktionaler Hinsicht ein öffentliches Vorhaben, denn so ambitionierte Einrichtungen wie das geplante "Humboldtforum" sind nun einmal von der Natur der Sache her eine öffentliche Aufgabe. Dies alles schließt selbstverständlich privates Engagement nicht aus, im Gegenteil, ohne solches wird es nicht gehen, wie das aktuelle Beispiel Dresdner Frauenkirche zeigt. Und auch ein privater Nutzungsanteil am Schlossbau wäre durchaus sinnvoll. Gleichwohl bleibt das Schlossprojekt ein hochrangiges öffentliches Vorhaben in der Hauptstadtmitte. Leider verspielt der Senat auch hier die Gunst der Stunde, mit Elan den Wiederaufbau zu einer Herzensangelegenheit der Berliner zu machen. So wie es Dresden mit der Frauenkirche beispielhaft
vorgemacht hat.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Dr. Martin Lindner

Sehr geehrte Damen und Herren,

eine wunderbare Gretchenfrage, aber aus meiner Sicht überhaupt nicht schwer zu beantworten. Ich bin zutiefst davon überzeugt, daß ein kommerziell genutzter Schloßneubau für den Privatinvestor nicht nur eine prestigeträchtige, sondern auch ein sehr lukratives Investment sein wird. Besonders natürlich vor dem Hintergrund eines starken Entertainment-Nutzungskonzeptes.

Keine Frage - das sollte man machen.

Mit freundlichem Gruß
Peter Schwenkow

Sehr geehrter Herr Waldmann,
über den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses würde ich mich sehr freuen. Allein aus Sicht der Architektur passt es ausgezeichnet in Berlins Mitte. Das Nutzungskonzept muss dabei beachten, dass eine primär öffentliche Nutzung im Vordergrund stehen soll (Museen, Ausstellungen, repräsentative Veranstaltungen oder ähnliches, wie es übrigens fast alle großen Metropolen Europas zu deren Vorteil getan haben). Was mit der Dresdener Frauenkirche eindrucksvoll gelang, sollte auch in Berlin möglich sein, wenn es die Menschen wollen. Bei der Finanzierung könnte sowohl der Staat (Beschluss des deutschen Bundestages) als auch Spenden von Bürgern aus ganz Deutschland gemeinsam mit privaten Investoren beteiligt sein. Ich halte es sogar für möglich und realistisch, dass bei einem ausgezeichnetem Konzept der Schlossneubau ohne Steuergelder und nur mit privaten Mitteln realistisch ist.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Peter Luther
Sehr geehrter Herr Waldmann,

ich unterstütze das Vorhaben, das Schloss in wesentlichen Teilen wieder zu errichten, insbesondere die Fassaden nach Norden, Süden und Westen, den Schlüterhof und wichtige Innenräume. Das geht nur mit einem deutlichen Anteil privater Finanzierung, vor allem durch Spenden und Engagement von Bürgern.

Das Gebäude sollte aus meiner Sicht auch öffentliche Funktionen haben, u.a. Museen beherbergen. Eine ausschließlich private Nutzung würde der Bedeutung und Funktion des Standortes nicht gerecht. Die öffentliche Nutzung sollte auch öffentlich mitfinanziert werden. Eine vollständig private Finanzierung anzustreben, halte ich deshalb nicht für sinnvoll.

Mit freundlichen Grüßen,
Henner Schmidt
Sehr geehrter Herr Waldmann,

ich befürworte den Neubau des Stadtschlosses mit der historischen Fassade.
Ob eine vollständige private Finanzierung möglich ist, hängt vom Nutzungskonzept ab.Es gibt wahrscheinlich eine Nutzung durch verschiedene Einrichtungen. Wie immer der öffentliche Teil aussieht, z.B. Ausstellungs- und Repräsentations-, oder kulturelle Nutzungen, wird es hierfür auch öffentliche Gelder geben müssen.
Andererseits halte ich eine Finanzierung durch private Investoren, ergänzt durch Spenden von Bürgern, wie es jetzt schon vom Förderverein durchgeführt wird, nicht für unmöglich.Was im übrigen beim Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden möglich war, könnte auch beim Wiederaufbau des Stadtschlosses möglich werden, wenn dieses Projekt als nationale Aufgabe begriffen wird.

Mit freundlichen Grüßen
Volker Liepelt

Weiterführender Link: http://www.kandidatenwatch.de/berlin-738-0.html