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Stadtschloss Berlin Initiative
Wir bauen das Schloss

Wir bauen das Schloss.

Günther Jauch: Piefiger geht es nicht – (16.11.2006)

Der Tagesspiegel

Der TV-Moderator Günther Jauch ist wohl der prominenteste Förderer des Wiederaufbaus des Potsdamer Stadtschlosses. Seinem Engagement hat es Potsdam beispielsweise zu verdanken, dass auf dem Alten Markt mit einer von ihm eingeworbenen 3,5-Millionen-Euro-Spende das berühmte Fortuna-Portal wieder aufgebaut werden konnte. Darüber hinaus hat Jauch, der mit seiner Familie am Heiligen See in Potsdam wohnt, die Wiederherstellung zahlreicher historischer Gebäude in der Stadt unterstützt. Jauch tut das meist im Verborgenen, wie er sich auch mit Kommentaren zur Potsdamer Stadtpolitik bisher zurückgehalten hat. Für den Tagesspiegel kommentiert er jetzt die Entscheidung gegen den Neubau in Potsdams Mitte:



"Die Entscheidung der Potsdamer Stadtverordneten ist nicht nur eine städtebauliche Katastrophe. Die erneute Abstimmung zeigt ja auch, dass es kein ,Unfall’, sondern ein Umfallen war. Da wollten zu viele ihr politisches Mütchen auf Kosten der Stadt kühlen. Sie haben Potsdam wahrscheinlich für immer immensen Schaden zugefügt. Wenn ich diese Entwicklung vorhergesehen hätte, hätte ich mich nicht für den Wiederaufbau des Fortuna-Portals eingesetzt."

Potsdam - In dem mit wachsender Heftigkeit geführten Potsdamer Schloss-Streit gerät neben Finanzminister Rainer Speer (SPD) nun auch SPD-Landeschef und Ministerpräsident Matthias Platzeck in die Kritik. Der PDS-Landesvorsitzende Thomas Nord machte am Donnerstag beide SPD-Spitzenpolitiker für das Nein des Stadtparlaments zum Wiederaufbau des Stadtschlosses am Alten Markt als Landtagssitz verantwortlich. Kritik an Platzeck und Speer kam auch aus der CDU.

Platzeck und sein Potsdamer SPD-Unterbezirkschef und Finanzminister Rainer Speer hätten „eine schwere Fehleinschätzung der Situation und den definitiv falschen Ton im Vorfeld der Entscheidung“ zu verantworten, sagte Nord. Sie hätten es nicht vermocht, ihre eigenen Stadtverordneten und die Verbündeten der sogenannten Schlosskoalition in der Stadtverordnetenversammlung für ein zentrales Projekt der SPD-Politik zu gewinnen. Es sei eine „Ironie der Geschichte, dass also gerade sie und ihre Stadtverordneten unfreiwillig die späten Vollstrecker der Kahlschlagpolitik Ulbrichts geworden sind“. Nord reagierte auf Angriffe Platzecks gegen die PDS und deren Rathaus-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg vom Vortag, den Platzeck als „späten Vollstrecker der Kahlschlagpolitik Ulbrichts“ bezeichnet hatte.

Weiterführender Link: http://www.tagesspiegel.de/brandenburg/archiv/16.11.2006/2900844.asp