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Stadtschloss Berlin Initiative
Wir bauen das Schloss

Wir bauen das Schloss.

Auf der Suche nach Preußen – (10.12.2006)

Jochim Stoltenberg, Berliner Morgenpost

Heute: ein Spaziergang mit André Schmitz, Wowereits neuem Kulturstaatssekretär.
Eine andere kulturelle Großbaustelle spricht er von sich aus an. "Das Humboldt-Forum im wieder aufgebauten Schloss ist eine geniale Idee - die jetzt noch in Dahlem ausgestellten außereuropäischen Sammlungen als Pendant zur Museumsinsel mit den Schätzen aus preußischer und europäischer Glanzzeit. Dafür stehen symbolhaft die beiden großen Brüder dieser Stadt: Wilhelm und Alexander von Humboldt. Der reformerische Wilhelm für Preußens Kultur und Bildung, der global denkende Alexander für die Weltschätze. Beide Sammlungen mitten in der Stadt, mitten in Deutschland - das wäre bedeutender als der Louvre in Paris. Wir sollten nicht alles nur auf die Finanzen fokussieren. Die Einrichtung des Humboldt-Forums kostet zudem nicht mehr als der neue Hauptbahnhof. Das wäre ein Projekt für Deutschland, dessen sich die Kanzlerin annehmen sollte."

Und Berlin? Der rot-rote Senat hat sich bislang nicht gerade als engagierter Förderer der Schloss- Rekonstruktion gezeigt. "Das ist richtig. Aber wir sollten auch das jetzt angehen. Es gibt Bundestagsbeschlüsse, der Senat hat sie bestätigt. Es lohnt, sich dafür einzusetzen. Weil das Humboldt-Forum im Schloss gleich mehrere Probleme löst: das architektonische, denn der Schlossplatz darf nicht länger Kirmesplatz sein; ein kulturelles, nämlich den Sammlungen aus Dahlem einen zentralen Platz zu bieten; schließlich ein nationales: Berlin als Schaufenster der Republik könnte sich hier in einer globalen Welt international präsentieren." Da schwärmt einer, der es wirklich gut meint mit Berlin.
In der Taz wird berichtet:
Ein "ganz persönliches Anliegen" ist ihm der Bau des Humboldtforums auf dem Schlossplatz. Er gerät ins Schwärmen, als er seine Vision einer Stadtmitte beschreibt, wo "der eine Humboldt-Bruder den anderen anschaut". Auf der Museumsinsel Wilhelm und die europäische Kunst, auf dem Schlossplatz die außereuropäischen Sammlungen Alexanders. Einwände wegen der Finanzierung wischt er mit einer Handbewegung weg. Für nationale Kultur müsse das Geld einfach da sein - er klingt dabei wie sein Chef Wowereit.

Weiterführender Link: http://www.morgenpost.de/content/2006/12/10/politik/870789.html