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Palast-Asbest wird immer teurer – (17.01.2007)

Ulrich Paul, Berliner Zeitung

Firmen klagen erfolgreich gegen den Bund.
Vier Jahre nach dem eigentlichen Ende der Asbestbeseitigung im Palast der Republik streiten sich die Baufirmen noch immer mit dem Bund als Auftraggeber vor Gericht über das Geld. In einem Fall haben sich die zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossenen Firmen jetzt durchgesetzt. Das Kammergericht entschied am 28. Dezember vergangenen Jahres, dass der Bund einen Betrag von rund 24 000 Euro an die Baufirmen bezahlen muss. Das bestätigte der Sprecher des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Andreas Kübler, der Berliner Zeitung.

In dem Streit hatten die Baufirmen geltend gemacht, dass sie nach Übernahme des Auftrags zu einem Pauschalpreis Asbest an Stellen beseitigen mussten, die vorher nicht bekannt gewesen seien, sagte Kammergerichtssprecherin Katrin-Elena Schönberg. Im konkreten Fall befand sich der Asbest unter dem Putz an Betonwänden im Keller des Gebäudes. Die zusätzliche Arbeit wollten sich die Firmen zusätzlich bezahlen lassen. "Es ging um die Frage, ob die Unternehmen das hätten sehen können oder es nicht vorhersehbar war", sagte Schönberg. Die Richter teilten die Einschätzung der Baufirmen und gaben ihnen Recht. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Der Bund kann dagegen in Revision gehen. BBR-Sprecher Kübler sagte, darüber sei noch nicht entschieden.
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Statt im April dieses Jahres soll der Palast nun erst Ende 2008 abgerissen sein.

Weiterführender Link: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/620969.html