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Stadtschloss Berlin Initiative
Wir bauen das Schloss

Wir bauen das Schloss.

Schacher um das Stadtschloss – (29.01.2007)

Kai Ritzmann, Die Welt

Der Bund will einen "auf das Wesentliche konzentrierten" Entwurf für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses. Statt bisher veranschlagter 670 Millionen soll dieser 480 Millionen Euro kosten.
Seit Montag vergangener Woche ist es mit der Ruhe, die seit Monaten in der Debatte um den Wiederaufbau des Stadtschlosses herrschte, erst einmal vorbei. Aus dem Bauministerium drang ein Papier in die Öffentlichkeit, das den Wiederaufbau des Schlosses plötzlich in greifbare Nähe rückt und sogar nicht nach dem Geschmack des rot-roten Senats ist. Schließlich hatte dessen Chef Klaus Wowereit jüngst mehrfach erklärt, wegen der Geldnot des Landes finanziell nichts zum Aufbau des Schlosses beitragen zu können.

Doch das harsche Nein des Regierenden Bürgermeisters ist nun etwas schwerer durchzuhalten, soll doch das Projekt 190 Millionen Euro billiger werden als geplant. Für die Realisierung des auf die wesentlichen Bestandteile des alten Schlosses "konzentrierten Entwurfes" sind statt der bisher geplanten 670 Millionen nur noch 480 Millionen Euro veranschlagt. Dafür soll auf den imposanten Kuppelbau ebenso verzichtet werden wie auf eine Tiefgarage, ein zusätzliches Tiefgeschoss sowie die Überdachung des Innenhofes.

Dass der Entwurf publik wurde, ist für Klaus Wowereit, dem in dieser Sache nicht nur Finanzsenator Thilo Sarrazin (beide SPD), sondern auch der wiederaufbauunwillige Koalitionspartner Linkspartei.PDS im Nacken sitzt, eine politisch unangenehme Situation. Denn im Senat ist man in Sachen Schloss selbst innerhalb der SPD nicht einer Meinung. Er sei "Feuer und Flamme" für das Humboldt-Forum, gestand Wowereits Staatssekretär für Kultur, André Schmitz. Das Projekt sei eine "Großtat" und überhaupt "grandios", sagte Schmitz und düpiert damit seinen Chef Klaus Wowereit, der im neuen Senat auch die Kulturverwaltung leitet. Die besagten 300 Millionen Euro "sollten wir uns leisten können", sagt Schmitz. Damit meint er vor allem den Bund.

Ganz abgestimmt ist das Papier aber selbst im Bauministerium offenbar noch nicht. So setzte sich am Ende der Woche dessen Chef Wolfgang Tiefensee (SPD) auch für den Bau der Kuppel ein, was in dem Papier seines Hauses abgelehnt wird.

Weiterführender Link: http://www.welt.de/data/2007/01/28/1192229.html