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Stadtschloss Berlin Initiative
Wir bauen das Schloss

Wir bauen das Schloss.

Wer darf in das Stadtschloss? – (24.4.2007)

Thomas Fülling und Isabell Jürgens, Berliner Morgenpost

Nach Finanzkompromiss mit dem Bund: Berlin bekommt deutlich weniger Fläche im Humboldt-Forum.
Noch am Wochenende hatte Linkspartei-Chef Klaus Lederer kategorisch erklärt: Berlin wird sich - wie im Koalitionsvertrag vorgesehen - über die Einbringung des Grundstückes hinaus nicht am Wiederaufbau des Stadtschlosses beteiligen. Da waren Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) längst dabei, die letzten Details für eine Einigung im jahrelangen Finanzpoker zu besprechen. Und während Montagvormittag im Abgeordnetenhaus die Ausschüsse für Kultur und Stadtentwicklung noch über das Thema debattieren , verkündeten die beiden SPD-Politiker zeitgleich, aber etwa fünf Kilometer entfernt in der Ruine des Palastes der Republik das Ergebnis der streng geheim gehaltenen Verhandlungen. Danach wird sich Berlin nun doch finanziell an dem Projekt Humboldt-Forum auf dem Schloßplatz in Mitte beteiligen, allerdings mit deutlich weniger Geld, als vom Bund zuvor erwartet. Statt 160 Millionen, so Wowereit, wird Berlin nur 32 Millionen Euro zu dem mit insgesamt 480 Millionen Euro kalkulierten Bauprojekt beisteuern.

Die Einigung zwischen Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee und dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (beide SPD) zum Bau des Humboldt-Forums ist von der Unionsfraktion im Bundestag kritisiert worden. Der CDU-Haushaltsexperte Steffen Kampeter erklärte, es sei "nicht erkennbar, wie schlüssig die angeblichen Baukosten von 480 Millionen Euro sind". Früher seien sehr viel höhere Zahlen genannt worden. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Klaas Hübner wies die Vorwürfe zurück. Die Zahlen basierten auf einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2005, erklärte er. Die veranschlagten Kosten seien geringer, weil die bisherigen Pläne überarbeitet worden seien. In der Frage, ob die Zentral- und Landesbibliothek oder die Humboldt-Uni (HU) den auf 5 000 Quadratmeter geschrumpften Berliner Anteil im Humboldt-Forum übernehmen soll, sagte HU-Präsident Christoph Markschies gestern: "Es ist nun nicht der Zeitpunkt, um mit gezückten Messern auf einander loszugehen." Er werde sich dafür einsetzen, das die HU und die Bibliothek angemessen berücksichtigt werden. (ulp.)

Weiterführender Link: http://www.morgenpost.de/content/2007/04/24/berlin/896167.html#