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Stadtschloss Berlin Initiative
Wir bauen das Schloss

Wir bauen das Schloss.

Prunkvoll muss es sein – (2.5.2007)

Christina Tilmann , Der Tagesspiegel

Nicht bloß Fassade: Fachleute diskutieren, wie das rekonstruierte Stadtschloss innen aussehen soll.
Besser terminiert könnte die Veranstaltung gar nicht sein: Vor einer Woche haben sich Bund und Berlin über die Finanzierung des Schloss-Neubaus geeinigt, so dass einem zügigen Aufbau bis 2013 nichts mehr im Wege stehen dürfte. Nun befasst sich die Gesellschaft Berliner Schloss auf einem Symposium mit der mindestens so grundlegenden Frage, was in dem Schloss eigentlich passieren soll.

Dass die Fassade rekonstruierbar ist, hat das Architekturbüro Stuhlemmer gezeigt – seit fünf Jahren schon arbeiten Bildhauer, durch Privatspenden finanziert, im Auftrag des Fördervereins Berliner Schloss an der Wiederherstellung des historischen Fassadenschmucks. Die große Frage jedoch bleibt: was passiert, wenn der Besucher eins der Schlossportale durchschritten hat? Was erwartet ihn hinter der historischen Fassade? Und welche Nutzung verträgt ein von außen akribisch wiederhergestelltes Schloss?
Braunschweig ist der Sündenfall, der nun auch in der fassadenfixierten Berliner Schlossdebatte zum Umdenken zwingt. Der Schock, im ehemaligen Welfenschloss nach Eintritt durchs Schlossportal in einem Starbucks-Café und einem banalen Einkaufszentrum zu landen, bestärkt diejenigen, die eine Kongruenz von Form und Inhalt fordern. „Eine Schrumpfform von Schloss gibt es nicht“, fasst es der Architekturkritiker Dankwart Guratzsch zusammen, und der Berliner Stararchitekt Hans Kollhoff fordert „das ganze Schloss, keine Attrappe“, also eine Rekonstruktion auch der bedeutenden Innenräume sowie der monumentalen Treppen und Durchgänge: „Das Schloss muss prunkvoll sein“, so seine Devise.
Bild: Rittersaal,Foto: Peter Cürlis
© Zentralinstitut für Kunstgeschichte München, für die Bundesrepublik Deutschland

Weiterführender Link: http://www.tagesspiegel.de/berlin/archiv/02.05.2007/3236430.asp