Berlin hat ein lokales städtebauliches Problem. Die Lücke, die durch die Sprengung des Schlosses entstanden ist, gilt es zu schließen.
Ziel ist es, die städtebaulich richtige Lösung für den brachliegenden Schlossplatz herbeizuführen. Das ist auf jeden Fall mit dem
angestrebten Schlossneubau gewährleistet. Aus dem Niemandsland wird wieder ein attraktiver belebter Anziehungspunkt.
Die beiden wichtigen Höfe, Schlüterhof und Eosanderhof, vermitteln ein großzügiges, authentisches Raumerlebnis mitten in Berlin.
Der Palast der sozialistischen Republik sollte nicht durch einen Palast der Bundesrepublik ersetzt werden, sondern durch ein von Bürgern
privat finanziertes Stadtschloss. Wir meinen, das Schloss kann und soll sich rechnen. Dann gibt es auch Investoren, die das notwendige
Kapital bereitstellen. Daher sieht unser Konzept keinen Einsatz von Steuergeldern vor. Steuergelder werden in der Republik in zentralen
Bereichen mehr denn je gebraucht. Und da sollen sie auch hinfließen. Nur ein Konzept, das sich ohne Steuergelder finanziert und die
Finanzlage von Bund und Land nicht belastet, sondern langfristig stärkt, ist ein fruchtbares Konzept.
Die äußere Hülle mit ihren barocken Fassaden ist notwendige Bedingung für die Akzeptanz des Bauwerkes und damit Teil der
Gesamtfinanzierung. Die bekannte Spendenbereitschaft soll daher für eindrucksvolle Kunstwerke im Schlossinneren eingesetzt werden.
Die Nutzung ist dabei ein ebenfalls wichtiger Aspekt, sie entscheidet über die Frage der Finanzierung des Vorhabens und darüber, ob die
richtige städtebauliche Form auch die richtigen Auswirkungen auf das urbane Leben hat.
Das Nutzungskonzept diskutieren und erweitern wir in unseren Arbeitskreisen zu denen Sie herzlich eingeladen sind.
Die kleine Kuppel auf dem neu gestalteten Mittelblock ist das Symbol für die zweite Errichtung.